In dieser Episode von eMobility Insights spricht Peter Schwierz mit Krispin Romang, Direktor von Swiss eMobility, über die Entwicklung der Elektromobilität in der Schweiz. Während das Land einst gut in die Elektrifizierung gestartet ist, zeigte sich 2024 eine Stagnation: „Wir werden im europäischen Vergleich nach hinten durchgereicht“, so Romang. Besonders der regulatorische Rahmen bremst den Schweizer Markt.
Romang erklärt, dass fehlende Anreize und eine langsame Anpassung der CO₂-Regulierung dazu geführt haben, dass der Markt 2024 rund 10 % weniger Elektrofahrzeuge verzeichnete. „Diese stufenweise Herabsetzung der CO₂-Emissionen ist Gift für die Elektromobilität und das ist auch Gift für den Markt“, so der Chef des Schweizer Verbandes für Elektromobilität. Trotz eines positiven Starts in das Jahr 2025 bleibt die Elektromobilität in der Schweiz stark abhängig von gesetzlichen Vorgaben.
Ein großes Problem ist dabei auch das Laden zu Hause. Die Schweiz hinkt bei der Einführung eines „Rechts auf Laden“ hinterher, was besonders Mieter benachteiligt. „Wir haben die schwierigsten Rahmenbedingungen in ganz Europa“, stellt Romang fest. Dennoch besitze die Schweiz eines der besten öffentlichen Ladenetze.
Während sich der Markt für Elektroautos schwer tut, überrascht der Sektor der elektrischen Lkw mit einem Marktanteil von 11 % – ein Spitzenwert in Europa. „Wir haben im Transportbereich Unternehmen, die sagen: Lasst uns das jetzt einfach tun“, erklärt Romang.
Zum Abschluss äußert er drei Wünsche für die Zukunft der Elektromobilität in der Schweiz: ein verbindliches Recht auf Laden, Investitionssicherheit für Ladeinfrastruktur und eine objektivere, weniger negativ geprägte Berichterstattung.
Wird sich die Elektromobilität in der Schweiz erholen? Hört rein, um mehr über die Herausforderungen und Chancen der Schweizer eMobility-Branche zu erfahren!