• eMobility Insights - der Podcast von electrive Podcast

    Welches Elektroauto sollte man 2026 kaufen, Stefan Moeller?

    Wenn Sie sich dieses Jahr noch ein Elektroauto anschaffen wollen, dürfen Sie diesen Podcast nicht verpassen! Unter 30.000 Euro? Für die Familie? Dienstwagen für die Langstrecke? Oder vielleicht als Zugfahrzeug? Die Auswahl ist größer denn je – und gleichzeitig erlebt Deutschland einen Elektroauto-Boom, den selbst langjährige Branchenbeobachter in dieser Dynamik kaum erwartet hätten. Für E-Auto-Experte Stefan Moeller ist die Richtung eindeutig: „Ich denke, es ist der große Durchbruch.“

    In der 50. Episode von eMobility Insights spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit dem langjährigen NextMove-Gesicht zunächst darüber, warum die Nachfrage nach Elektroautos gerade jetzt so stark steigt. Sind es die hohen Spritpreise, günstigere Batterien, bessere Modelle, attraktive Finanzierungen oder doch die neue Förderung, die den Markt drehen?

    Elektroauto-Kaufberatung

    Dann wird es konkret: Was bekommt man inzwischen für 25.000 bis 30.000 Euro? Welche E-Autos eignen sich für Familien? Was sollten Vielfahrer kaufen? Und lohnt sich angesichts steigender Nachfrage noch der Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt?

    Eine allgemeingültige Antwort gibt Moeller bewusst nicht. Bei der Kaufentscheidung gelte: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Fahrprofil, Platzbedarf, Ladegeschwindigkeit, Garantie, Händlernetz und die Frage nach Kauf, Leasing oder Finanzierung seien wichtiger als Bestenlisten und technische Superlative.

    In der Blitzrunde lässt sich Moeller dann trotzdem festnageln: Unter 30.000 Euro nennt er den VW ID. Polo, als Familienauto das Tesla Model Y und für Vielfahrer den XPeng P7+. Gute Argumente sieht er außerdem bei Kia und der elektrischen VW-Familie sowie bei chinesischen Newcomern wie Leapmotor. Gerade bei jungen Marken warnt er jedoch davor, Händlernetz, Ersatzteilversorgung und Service zu unterschätzen.

    Elektrische Gebrauchtwagen

    Auch bei Gebrauchten hat sich der Markt gedreht: Reichweitenstarke Elektroautos um 20.000 Euro sind inzwischen stark gefragt. Moeller erklärt, welche Risiken Käufer beachten sollten, warum eine 0-Prozent-Finanzierung mehrere Tausend Euro wert sein kann und weshalb vermeintlich günstiges Leasing nicht für jeden die beste Wahl ist.

    Besonders eindeutig wird er bei der Frage, welchen Antrieb man heute mit Blick auf 2030 noch kaufen sollte: „Plug-in-Hybrid? Finger weg, elektrisch kaufen!“ Auf den großen Reichweiten-Wundersprung in der Kompaktklasse zu warten, hält er ebenfalls für unnötig. Die Autos würden günstiger und die Ladezeiten besser – große zusätzliche Batterien seien für viele Käufer schlicht nicht erforderlich.

    Elektroantrieb als neues Normal

    Und warum ist der aktuelle E-Auto-Boom diesmal gekommen, um zu bleiben? Moellers Schlusswort: „Immer mehr Menschen erkennen, dass die fossile Bequemlichkeit der letzten Jahrzehnte nicht mehr funktioniert.“

    Welche Elektroautos sich 2026 wirklich lohnen, bei welchen Modellen Stefan Moeller vorsichtig wäre – und ob man jetzt kaufen oder doch noch warten sollte: die große Kaufberatung in der neuen Folge von eMobility Insights. Diese Ausgabe wird Ihnen präsentiert von Mennekes, Ihrem Partner für intelligente eMobility-Ladelösungen!

    Welches Elektroauto sollte man 2026 kaufen, Stefan Möller?

    Wenn Sie sich dieses Jahr noch ein Elektroauto anschaffen wollen, dürfen Sie diesen Podcast nicht verpassen! Unter 30.000 Euro? Für die Familie? Dienstwagen für die Langstrecke? Oder vielleicht als Zugfahrzeug? Die Auswahl ist größer denn je – und gleichzeitig erlebt Deutschland einen Elektroauto-Boom, den selbst langjährige Branchenbeobachter in dieser Dynamik kaum erwartet hätten. Für E-Auto-Experte Stefan Möller ist die Richtung eindeutig: „Ich denke, es ist der große Durchbruch.“

    In der 50. Episode von eMobility Insights spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit dem langjährigen NextMove-Gesicht zunächst darüber, warum die Nachfrage nach Elektroautos gerade jetzt so stark steigt. Sind es die hohen Spritpreise, günstigere Batterien, bessere Modelle, attraktive Finanzierungen oder doch die neue Förderung, die den Markt drehen?

    Elektroauto-Kaufberatung

    Dann wird es konkret: Was bekommt man inzwischen für 25.000 bis 30.000 Euro? Welche E-Autos eignen sich für Familien? Was sollten Vielfahrer kaufen? Und lohnt sich angesichts steigender Nachfrage noch der Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt?

    Eine allgemeingültige Antwort gibt Möller bewusst nicht. Bei der Kaufentscheidung gelte: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Fahrprofil, Platzbedarf, Ladegeschwindigkeit, Garantie, Händlernetz und die Frage nach Kauf, Leasing oder Finanzierung seien wichtiger als Bestenlisten und technische Superlative.

    In der Blitzrunde lässt sich Möller dann trotzdem festnageln: Unter 30.000 Euro nennt er den VW ID. Polo, als Familienauto das Tesla Model Y und für Vielfahrer den XPeng P7+. Gute Argumente sieht er außerdem bei Kia und der elektrischen VW-Familie sowie bei chinesischen Newcomern wie Leapmotor. Gerade bei jungen Marken warnt er jedoch davor, Händlernetz, Ersatzteilversorgung und Service zu unterschätzen.

    Elektrische Gebrauchtwagen

    Auch bei Gebrauchten hat sich der Markt gedreht: Reichweitenstarke Elektroautos um 20.000 Euro sind inzwischen stark gefragt. Möller erklärt, welche Risiken Käufer beachten sollten, warum eine 0-Prozent-Finanzierung mehrere Tausend Euro wert sein kann und weshalb vermeintlich günstiges Leasing nicht für jeden die beste Wahl ist.

    Besonders eindeutig wird er bei der Frage, welchen Antrieb man heute mit Blick auf 2030 noch kaufen sollte: „Plug-in-Hybrid? Finger weg, elektrisch kaufen!“ Auf den großen Reichweiten-Wundersprung in der Kompaktklasse zu warten, hält er ebenfalls für unnötig. Die Autos würden günstiger und die Ladezeiten besser – große zusätzliche Batterien seien für viele Käufer schlicht nicht erforderlich.

    Elektroantrieb als neues Normal

    Und warum ist der aktuelle E-Auto-Boom diesmal gekommen, um zu bleiben? Möllers Schlusswort: „Immer mehr Menschen erkennen, dass die fossile Bequemlichkeit der letzten Jahrzehnte nicht mehr funktioniert.“

    Welche Elektroautos sich 2026 wirklich lohnen, bei welchen Modellen Stefan Möller vorsichtig wäre – und ob man jetzt kaufen oder doch noch warten sollte: die große Kaufberatung in der neuen Folge von eMobility Insights. Diese Ausgabe wird Ihnen präsentiert von Mennekes, Ihrem Partner für intelligente eMobility-Ladelösungen!

    Bidirektionales Laden: Ist das E-Auto wirklich das Kraftwerk von morgen?

    Bidirektionales Laden ist technisch längst mehr als ein Zukunftsversprechen – doch der Markt steht noch ganz am Anfang. In der neuen Folge von „eMobility Insights“ erklärt Jörg Heuer, Gründer und CEO der Münchner Ladeinfrastruktur-Softwareschmiede EcoG, wo Vehicle-to-Grid heute wirklich steht – und warum der größere Hebel womöglich nicht in der heimischen Garage, sondern in Flotten, Depots und Betriebshöfen liegt.

    Für Heuer ist die bidirektionale Wallbox aus Entwicklersicht weitgehend fertig. Beim DC-Laden in Europa seien die technischen Grundlagen inzwischen so weit, dass nun vor allem gelernt werden müsse, wie sich die Systeme wirtschaftlich und für die Nutzer sinnvoll in den Markt integrieren lassen. „Ich glaube nicht, dass die 700 Euro das Ende der Verhandlungen sind“, sagt Heuer mit Blick auf erste Vergütungsmodelle für private V2G-Anwendungen. Entscheidend werde sein, welchen monetären Wert Flexibilität künftig tatsächlich erhält.

    Deutlich größer erscheint das Potenzial jedenfalls im kommerziellen Bereich. Elektrische Lkw, Busse und Flotten bringen deutlich mehr gebündelte Batteriekapazität mit – und ihre Betriebsabläufe sind häufig planbarer. Genau diese Kombination könnte bidirektionales Laden für Flottenbetreiber vom technischen Zusatznutzen zum handfesten Geschäftsmodell machen: „Planbarkeit und Größe der Kapazität, die zur Verfügung steht pro Zeit, macht das Szenario natürlich sehr interessant“, sagt Heuer.

    Denn Strom ist für Heuer weit mehr als ein einfacher Kilowattstundenpreis: Netzanschluss, kurz- und langfristiger Energiehandel sowie Netzdienstleistungen eröffnen unterschiedliche Optimierungsmöglichkeiten. EcoG geht davon aus, dass sich durch das Zusammenspiel von stationärem Speicher, Netzanschluss und der nutzbaren Restkapazität in Fahrzeugbatterien „in etwa 50 bis 60 Prozent der Betriebskosten der Mobilität optimieren“ lassen. Voraussetzung dafür sind allerdings Ladeinfrastrukturen, die nicht starr für einen einzigen Anwendungsfall gebaut werden, sondern über Jahre neue Funktionen integrieren können.

    Damit rückt natürlich die Software in den Fokus: Unterschiedliche Fahrzeuge, ISO 15118-20, proprietäre Implementierungen, Ladehardware und Energiemanagement müssen zusammenspielen – und sich künftig weiterentwickeln lassen. Heuers These: „CO2-Saving, genauso wie Kostsaving, ist eine Softwarefunktion.“ Perspektivisch könnte auch KI dabei helfen, die immer komplexeren Energie- und Betriebsprozesse zu optimieren.

    Im Podcast geht es außerdem um offene versus proprietäre Systeme, die langfristige Aufrüstbarkeit von Ladehardware, die Rolle des Elektrohandwerks und die alte Technik-Frage, die uns seit der Entstehung der Elektromobilität begleitet: AC oder DC?

    Am Ende weitet V2G-Experte Jörg Heuer, der mit Ladeinfrastruktur-Projekten weltweit aktiv ist, den Blick auf das Jahr 2030: Wie selbstverständlich wird bidirektionales Laden dann in privaten Energiesystemen und kommerziellen Flotten sein? Die Antwort gibt’s in dieser Folge von „eMobility Insights“ im Rahmen der electrive-Themenwoche Bidirektionales Laden. Viel Spaß beim Hören!

    Warum sieht Deutschland seinen E-Auto-Erfolg nicht?

    Der Durchbruch der Elektromobilität ist da – doch ob Deutschland auch industriell davon profitiert, ist längst nicht entschieden. In dieser Folge von „eMobility Insights“ spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker von der RWTH Aachen über eine Transformation, die auf der Straße schneller vorankommt, als es die öffentliche Debatte vermuten lässt.

    Für Kampker ist die Grundsatzfrage entschieden: „Weltweit hat die E-Mobilität ihren Siegeszug angetreten.“ Steigende Zulassungszahlen, eine immer bessere Ladeinfrastruktur und die wachsende technologische Begeisterung innerhalb der Autoindustrie zeigten, dass es nicht mehr darum gehe, ob sich der elektrische Antrieb durchsetzt. Offen sei nur noch, welchen Anteil er langfristig erreicht. Trotzdem werde die Entwicklung in Deutschland weiterhin häufig kleingeredet – auch weil der Erfolg lange nach einer Alles-oder-nichts-Logik bewertet worden sei.

    Doch Kampker, der seit Januar 2014 den von ihm gegründeten Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen leitet, trennt klar zwischen dem Erfolg der Technologie und der Lage des Industriestandorts: „Die E-Mobilität ist ein Erfolgsrezept“, sagt er. Die Krise deutscher Hersteller und Zulieferer lasse sich deshalb nicht einfach dem Wechsel zum Elektroauto zuschreiben. Hohe Arbeitskosten, mangelnde Produktivitätsfortschritte, Überkapazitäten und schwerfällige Unternehmensstrukturen sowie überbordende Bürokratie seien mindestens ebenso entscheidend. Seine Diagnose fällt deutlich aus: „Wir haben einfach, was den Industriestandort angeht, jede Menge Probleme.“

    Wie schwer sich Deutschland mit der Skalierung eigener Innovationen tut, hat Kampker selbst mit StreetScooter erlebt. Über 20.000 elektrische Zustellfahrzeuge wurden gebaut, die Elektrifizierung der Logistik damit schon früh praktisch bewiesen. Den Vorsprung habe Deutschland dennoch aus der Hand gegeben. Das sei symptomatisch: Gute Ideen und technisches Know-how seien vorhanden, doch häufig fehlten Kapital, Ressourcen, Ausdauer und der Mut, daraus wirklich große industrielle Strukturen zu entwickeln.

    Kampkers neues Buch Zukunftsfrust – Zukunftsmut (ISBN 9783690281102) setzt genau an diesem Widerspruch zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit an. Er fordert eine ehrliche Bestandsaufnahme – ohne Schönreden, aber auch ohne die in Deutschland verbreitete Lust am Niedergang. Bürokratie sei dabei keineswegs nur ein staatliches Problem. Auch viele Unternehmen hätten interne Prozesse geschaffen, die Entscheidungen verlangsamten und Verantwortung verwischten. Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen brauche es mehr Entscheidungsfreiheit, Risikobereitschaft und strategische Führung.

    Der Staat solle nach Kampkers Vorstellung stärker vorausdenken, strategische Fähigkeiten aufbauen und neuen Technologien Raum zum Wachsen geben, statt sie vom ersten Tag an mit sämtlichen Anforderungen etablierter Märkte zu belasten. Gleichzeitig müssten Unternehmen bereit sein, wieder langfristig und in größerem Maßstab zu investieren. Denn: „Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir die Trends setzen.“

    Das Gespräch führt deshalb weit über E-Autos hinaus: zur Batterie als Schlüsseltechnologie, zur Kreislaufwirtschaft als marktwirtschaftlichem Geschäftsmodell, zu neuen Partnerschaften mit Afrika und zu Zukunftsfeldern wie humanoider Robotik oder Biotechnologie. Kampkers größte Vision reicht sogar bis in den Weltraum. Dabei geht es ihm weniger darum, alle Menschen für den Mars zu begeistern, als um ein gemeinsames Ziel, das Forschung, Investitionen und gesellschaftlichen Einsatz mobilisiert. Seine Botschaft: „Wir brauchen keine Verbotskultur als Strategie. Wir brauchen eine Vision!“

    Warum sieht Deutschland seinen E-Auto-Erfolg nicht, Achim Kampker?

    Der Durchbruch der Elektromobilität ist da – doch ob Deutschland auch industriell davon profitiert, ist längst nicht entschieden. In dieser Folge von „eMobility Insights“ spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker von der RWTH Aachen über eine Transformation, die auf der Straße schneller vorankommt, als es die öffentliche Debatte vermuten lässt.

    Für Kampker ist die Grundsatzfrage entschieden: „Weltweit hat die E-Mobilität ihren Siegeszug angetreten.“ Steigende Zulassungszahlen, eine immer bessere Ladeinfrastruktur und die wachsende technologische Begeisterung innerhalb der Autoindustrie zeigten, dass es nicht mehr darum gehe, ob sich der elektrische Antrieb durchsetzt. Offen sei nur noch, welchen Anteil er langfristig erreicht. Trotzdem werde die Entwicklung in Deutschland weiterhin häufig kleingeredet – auch weil der Erfolg lange nach einer Alles-oder-nichts-Logik bewertet worden sei.

    Doch Kampker, der seit Januar 2014 den von ihm gegründeten Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen leitet, trennt klar zwischen dem Erfolg der Technologie und der Lage des Industriestandorts: „Die E-Mobilität ist ein Erfolgsrezept“, sagt er. Die Krise deutscher Hersteller und Zulieferer lasse sich deshalb nicht einfach dem Wechsel zum Elektroauto zuschreiben. Hohe Arbeitskosten, mangelnde Produktivitätsfortschritte, Überkapazitäten und schwerfällige Unternehmensstrukturen sowie überbordende Bürokratie seien mindestens ebenso entscheidend. Seine Diagnose fällt deutlich aus: „Wir haben einfach, was den Industriestandort angeht, jede Menge Probleme.“

    Wie schwer sich Deutschland mit der Skalierung eigener Innovationen tut, hat Kampker selbst mit StreetScooter erlebt. Über 20.000 elektrische Zustellfahrzeuge wurden gebaut, die Elektrifizierung der Logistik damit schon früh praktisch bewiesen. Den Vorsprung habe Deutschland dennoch aus der Hand gegeben. Das sei symptomatisch: Gute Ideen und technisches Know-how seien vorhanden, doch häufig fehlten Kapital, Ressourcen, Ausdauer und der Mut, daraus wirklich große industrielle Strukturen zu entwickeln.

    Kampkers neues Buch Zukunftsfrust – Zukunftsmut (ISBN 9783690281102) setzt genau an diesem Widerspruch zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit an. Er fordert eine ehrliche Bestandsaufnahme – ohne Schönreden, aber auch ohne die in Deutschland verbreitete Lust am Niedergang. Bürokratie sei dabei keineswegs nur ein staatliches Problem. Auch viele Unternehmen hätten interne Prozesse geschaffen, die Entscheidungen verlangsamten und Verantwortung verwischten. Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen brauche es mehr Entscheidungsfreiheit, Risikobereitschaft und strategische Führung.

    Der Staat solle nach Kampkers Vorstellung stärker vorausdenken, strategische Fähigkeiten aufbauen und neuen Technologien Raum zum Wachsen geben, statt sie vom ersten Tag an mit sämtlichen Anforderungen etablierter Märkte zu belasten. Gleichzeitig müssten Unternehmen bereit sein, wieder langfristig und in größerem Maßstab zu investieren. Denn: „Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir die Trends setzen.“

    Das Gespräch führt deshalb weit über E-Autos hinaus: zur Batterie als Schlüsseltechnologie, zur Kreislaufwirtschaft als marktwirtschaftlichem Geschäftsmodell, zu neuen Partnerschaften mit Afrika und zu Zukunftsfeldern wie humanoider Robotik oder Biotechnologie. Kampkers größte Vision reicht sogar bis in den Weltraum. Dabei geht es ihm weniger darum, alle Menschen für den Mars zu begeistern, als um ein gemeinsames Ziel, das Forschung, Investitionen und gesellschaftlichen Einsatz mobilisiert. Seine Botschaft: „Wir brauchen keine Verbotskultur als Strategie. Wir brauchen eine Vision!“